ENTWURF

EIN BEGEGNUNGSRAUM AN DER SCHNITTSTELLE VON ANKUNFT + INTEGRATION

Welche Ziele verfolgt das Projekt?

Ziel des Projektes ist es einen integralen Beitrag zur räumlichen Integration und Kommunikation zwischen Studierenden, Geflüchteten und Stuttgarter BürgerInnen zu leisten. Dies geschieht sowohl während der Planungs- und der Bauphase als auch während der späteren Nutzung des Gebäudes.

Hintergrund des Projektes 

Aufgrund des Wohnungsmangels und der starken Zuwanderung von Geflüchteten in die Städte, baut Stuttgart Systemunterkünfte für Geflüchtete auf Flächen, die zum Teil unattraktiv oder in Zukunft für andere Projekte vorgesehen sind.

Die Räumlichkeiten der Stuttgarter Gemeinschaftsunterkünfte sind momentan für mindestens 5 Jahre geplant und bieten jedoch kaum Aufenthaltsqualitäten, Privatsphäre und Individualität. Zusätzlich gibt es wenige mögliche Treffpunkte in Stuttgart, an denen Geflüchtete und Stuttgarter BürgerInnen sich ungezwungen und auf neutralem Boden begegnen können.

Damit Subkultur auch mit unseren neuen Nachbarn funktionieren kann, benötigen wir mehr Orte, an denen bewusste, interkulturelle Begegnungen stattfinden können.

Das wollen wir mithilfe des Begegnungsraums schaffen und als angehende ArchitektInnen ändern!

Ein Treffpunkt im Quartier. Für Geflüchtete und Stuttgarter. Ein Begegnungsraum, an dem bewusste und unbewusste Begegnungen möglich sind, um die ersten Schritte zur Integration zu erleichtern.

Unter einem großen Dach vereinen wir zwei konträre Raumtypologien. Um den privaten Bereich zu erweitern, sehen wir einen ruhigen und introvertierten Raum vor. In diesem kann individuell oder in kleinen Gruppen mit Kindern und Erwachsenen gelernt werden. Der zweite Bereich ist ein Begegnungsraum mit extrovertierter Anmutung. Eine Kaffeebar, eine integrierte Küche mit Kiosk zum Außenraum und ein großzügiger Innenbereich sollen einen ungezwungenen Treffpunkt schaffen. Durch die Bespielung verschiedener Institutionen kann ein kulturelles Programm an diesem Ort stattfinden. Der Raum kann zum Beispiel als Café, für gemeinsame Kochevents oder Filmabende genutzt werden. Am Abend gibt es die Möglichkeit diesen Raum nach außen hin komplett zu schließen. Somit wird er zum eigenen Wohnzimmer der Bewohner der Systemunterkünfte. Das Spiel zwischen einem extrovertierten und einem introvertierten Raum, vereint unter einem großen Dach, schafft bewusste und unbewusste Begegnungen zwischen Menschen verschiedener Kulturen. 


Die hier abgebildeten Pläne basieren auf der Abgabe der Masterarbeit und werden derzeit mit der Gruppe für die Realisierung weiterbearbeitet.